Header Image

Muskelkater tritt meist Aufgrund Überbelastung oder Übertraining auf. Muskelkater kann schlecht behandelt werden, ist aber durch graduelle Leistungssteigerung vermeidbar.

Muskelkater (DOMS)

Der Muskelkater ist die häufigste Nebenerscheinung bei sportlichen Aktivitäten. Muskelkater äußert sich typischerweise mit Schmerzen in den Muskeln, die zwölf bis 18 Stunden nach der Belastung auftreten. Aus diesem Grund wird Muskelkater in der Sportmedizin im englischen Sprachraum als "Delayed Onset Muscle Soreness" (DOMS) bezeichnet. Anders als früher angenommen beruhen diese Schmerzen nicht auf der Anwesenheit von Laktat in den Muskelzellen, sondern sind die Folge unzähliger kleiner Schädigungen im kontraktilen Apparat der Muskulatur. Die Muskeln fühlen sich schmerzhaft an, und das Gewebe ist dabei auch leicht entzündet oder sogar angeschwollen.

Ursache & Symptome

Die Ursache dieser vielen Mikroläsionen ist die Überlastung der Muskulatur. Die Schmerzen beim Muskelkater treten deshalb mit Verspätung ein, weil der Abbau und der Abtransport der geschädigten Strukturen von den Nervenenden (Entzündungsmediatoren) erst nach Austritt aus der Muskelzelle wahrgenommen werden können.
Beim Laufen treten diese Mikroläsionen besonders beim Abwärtsgehen auf, weil bei jedem Schritt das ganze Körpergewicht von der betroffenen Beinmuskulatur abgebremst werden muss.
Auch ein plötzlicher Anstieg der Trainingsintensität oder des Trainingumfangs kann zu solchen schmerzhaften Prozessen in der Muskulatur führen. Daher ist es wichtig, die Trainingsintensität und die Trainingsdauer dem aktuellen Leistungsniveau anzupassen und nicht abrupte Steigerungen im Training vorzunehmen. Es ist empfehlenswert, sich an einen vorgefertigten Trainingsplan zu halten, bei dem die Trainingseinheiten angepasst sind.

Behandlung

Therapeutisch kann nicht viel gemacht werden. Die präventive Einnahme oraler NSAR wird zwar unter den Athleten praktiziert, ist aber äußerst fragwürdig – insbesondere wegen der potenziellen Nebenwirkungen dieser Arzneimittel.
Die Schmerzen dauern in der Regel – je nach Ausmaß der Schädigung – ein bis drei Tage. So lange sollte auch die Ruhepause bei Muskelkater sein. Das Fortführen eines Trainings trotz der Schmerzen ist nicht zu empfehlen, weil die Verletzungsgefahr exponentiell steigt.
Ergänzend können in solchen Fällen warme Bäder, leichte Massagen und Saunagänge hilfreich sein.